Mein erster Segelflug

Ich bin am Ende des Sommers 2012 an den "Segelfug-Schnuppertagen" der Segelfluggruppe Zürich das erste Mal mit einem Segelflugzeug geflogen. Es war ein sehr schönes Erlebnis! Das Wetter war leider nicht perfekt, aber es war angenehm. Am Morgen hat es noch geregnet, am Mittag stach dann die Sonne durch die Wolken.

Ich schaute am Vormittag mit meinem Vater bei den Piloten vorbei. Da bekam ich gleich reichlich Informationen und hörte spannende Geschichten von vergangenen Flügen.

Leider waren die Wolken noch zu dicht um zu fliegen, so wartete ich zu Hause bei meinem Vater. Am Nachmittag  rief mich dann Ernst an, dass das Wetter nun gut genug sei für einen Schnupperflug. So fuhr ich dann gleich mit meinem Vater los.

Als erstes musste ich den Fallschirm anziehen und konnte im vorderen Sitz Platz nehmen. Der Fluglehrer erklärte mir das Flugzeug, die Steuerung und die Instrumente.

Danach nahm er selbst hinter mir Platz. Er schloss die Haube und gab das Zeichen an das Schleppflugzeug zum Starten. Der Schleppilot gab wenig Schub und rollte langsam vorwärts bis das Schleppseil gespannt war. Ich war noch nicht so aufgeregt, da ich auch schon mit einem Passagierflugzeug gestarter war.

Der Fluglehrer führte den Groundcheck durch und zeigte mit dem Daumen hoch um dem Flügelmann zu signalisieren dass alles in Ordnung ist. Darufhin gab der Schlepppilot vollen Schub, das Flugzeug rollte an und der Flügelmann führte den Flügel einige Meter. Wir rollten mit getose an. Das Schleppflugzeug machte unglaublich viel Lärm mit dem Motor und dem Wind vom Propeller. Als der Geschwindigkeitsmesser 80 Km/h zeigte hoben wir ab. Der Start war sehr eindrücklich und rasant. Mein Herz raste vor Aufregung, es war um einiges unruhiger und aufregender als im Passagierflugzeug!

Wir folgten vom Seil gezogen unserem Schleppflugzeug und gewannen rasch an Höhe. Auf  1200 m.ü.M klinkte der Fluglehrer aus worauf es leise und ruhig wurde.

Es hingen ein paar Wölkchen in der Luft die wir umflogen. Es war, als ob wir um die Wolken herum tanzen würden. Nach einigen Kurven übergab mir der Fluglehrer das Ruder und ich konnte selber ein paar Kreise und achten Fliegen! Es war wunderschön, genau wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Nach etwa einer halben Stunde meinte der Fluglehrer dass es nun Zeit wäre zu landen. Er flog parallel zum Flugplatz (Downwind), machte einen viertel Kreis nach rechts in die Base, und kurz darauf wieder einen viertel Kreis in den Final um Richtung Landebahn zu fliegen und regelte mit den Landeklappen, welche aus dem Flügel kamen, die Sinkgeschwindigkeit. Die Landung war wieder reiner Nervenkitzel. Der Fluglehrer zog die Landeklappen weiter raus und neigte die Nase Richtung Landebahn. Der Boden kam immer näher. Kurz über dem Boden richtete er das Flugzeug auf und setzte sanft auf dem Boden auf. Die Bremse rumorte und wir kamen in der Mitte der Bahn zu stehen.

Ich war überglücklich als wir das Flugzeug zum Start zurück schoben. Es war eines der schönsten Erlebnisse die ich je hatte.

Mein Vater erlebte es ähnlich, für ihn war aber die Aussicht das Beeindruckenste. Er hat auch die Luftaufnahmen gemacht.

Ich danke meinem Fluglehrer Urs Schildknecht ganz herzlich für den schönen Flug und freue mich auf meine Ausbildung zum Segelflieger beim der Segelfluggruppe Zürich.

Euer Dino Trovatelli